luxbooks.proprose
In der luxbooks.proprose erscheinen Romane, Erzählungen und Prosaminiaturen von Autoren,
die an dem all unsere Bücher verbindenden großen »dennoch« schreiben. Sie erzählen Geschichten, auch wenn die Postmoderne den Autor für tot erklärt hat, sie weisen in eine Postpostmoderne, in der das Leben auch in all seiner Hässlichkeit vorläufig schön zu nennen ist, und sei es nur, weil es Kunst, weil es Literatur gibt. In der luxbooks.proprose werden sich künftig große, frei aufspielende Erzählerstimmen finden, die dennoch mit allen Wassern der Post- und Popmoderne gewaschen sind und die aus Uwe Johnsons »wenigstens in Kenntnis leben« eine skeptisch-verspielte, eine vorsichtig freundliche Poetik stricken. Nichts weniger haben wir mit luxbooks im Sinn.
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Forrest Gander: als es dich gabRoman. Übersetzt von Ron Winkler. Mit einem Nachwort von Jeanette Winterson"Heldentum ist eine Sekundärtugend”, notierte Albert Camus, “Freundschaft hingegen eine Primäre.” In seinem ersten Roman schreibt Forrest Gander über Freundschaft, Neid und Eros in einer spannungsgeladenen Sprache. Inmitten der Südstaatenlandschaft, die er so fließend und voller Leben skizziert, dass sie der Komplexität und Lebhaftigkeit der Protagonisten wie eine weitere Figur zur Seite steht, erzählt Gander in als es dich gab mit den Stimmen von drei Figuren die Geschichte eines begabten Mannes, eines Landvermessers namens Les. Seine Wirkung auf seine Umwelt, auf seine Geliebte Sarah und seinen Freund Clay, führen ihn in gefährliche erotische Gratwanderungen und in eine Auseinandersetzung mit sich selbst. Mit den Stimmen von Les, Clay und Sarah erforscht die Erzählung das Wesen von Anziehung, Betrug und Loyalität. Ganders erster Roman ist nicht nur stilistisch eine Offenbarung: in ihm findet sich das Geschenk einer kraftvoll verstörenden Geschichte. |
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Sarah Manguso: Zwei Arten von VerfallBiographischer Roman. Übersetzt von Annette Kühn & Ron WinklerEine Geschichte über eine tückische Autoimmunkrankheit, ein Jahrzehnt von wiederkehrender Paralyse, kollabierten Venen, Halskathetern, dem Tod von Freunden und Fremden, Depression und Abhängigkeit und somit von abgedroschenen Metaphern für lange Krankheit. Könnte man denken. Doch entgegen den Klischees macht die Krankheit die Autorin nicht zu einem besseren Menschen. Vielleicht zu einem mit größerem Introspektionsvermögen. Eine nüchterne, präzise Sprache von lyrischer Intensität und eine schonungslose Offenheit gegenüber der eigenen Egozentrik machen diese Krankengeschichte eben nicht zu einem der zahlreichen Schicksalsberichte, sondern zu einer Auseinandersetzung mit Krankheit im Kontext der postmodernen amerikanischen Gesellschaft, in der die Erkrankte erwachsen wird. |


