LUXBOOKS LABOR

Die LUXBOOKS LABOR versteht sich als Entdecker und Förderer junger deutscher Lyrik. Der Pulsschlag der Epoche ist die treibende Kraft der Poesie. Als feinfühlige Nadel schlägt sie als erstes aus, wenn es Bewegung gibt.

Léonce W. Lupette: TABLETTENZOO

Gedichte

 

Verdienen es Tabletten unter Artenschutz gestellt zu werden? Einige von ihnen sind wie wilde Tiere und richten entsetzliche Dinge an, andere sind friedlich, sanft und haben auf jedermann eine beruhigende Wirkung. Am gefährlichsten aber sind jene Tabletten, die nur aus Worten bestehen. Léonce W. Lupettes Gedichte sind Orte, wo bedrohte Silben, Sätze und Bilder ihre Zuflucht finden, wo ihre Bedrohung sichtbar wird.

Ich lebe in einem Wasserturm am Meer, was albern ist

Gedichte

Ein großes wildes Wagnis sind diese Gedichte, die eine verwegen aufspielende Stimme vorantreibt. Pathos und Melancholie? Liebesgedichte? Das assoziert man weder mit dieser Dichtergeneration noch mit dem Leipziger Lyriker Carl Christian Elze, der mit "Ich lebe in einem Wasserturm am Meer, was albern ist" seinen dritten Gedichtband vorlegt und den Leser in jedem Gedicht auf mehrere Fährten lockt.

unbekannt verzogen

Gedichte

Von den szeneintern anerkannten Zeitschriften und Ezines unbemerkt sprang 2010 völlig unvermittelt Levin Westermann auf die vibrierende und noch immer viel zu wenig beachtete Lyrikbühne der Gegenwart. Es tuschelte, es rauschte. Wer ist der Gewinner des 18. Open Mike? 

Westermann, der 1980 in Meerbusch geboren wurde und heute in der Schweiz lebt, schreibt Gedichte "in denen sich ein Ich auf das eigene Verschwinden vorzubereiten scheint" (Michael Braun).

40% Paradies. Gedichte des Lyrikkollektivs G13

Anthologie

Diese Anthologie ist das erste gemeinsame Buch der Gruppe G13, es beinhaltet die Gedichte von 14 Mitgliedern: Rebecca Ciesielski, Max Czollek, Paula Glamann, Helene Könau, Tabea Xenia Magyar, Alexander Makowka, Tristan Marquardt, Maria Natt, Can Pestanli, Friederike Scheffler, Lea Schneider, Linus Westheuser, Ilja Winther und Nele Wolter.

G13 ist ein Berliner Lyrikkollektiv, das 2009 ins Leben gerufen wurde. In regelmäßigen Treffen präsentieren und diskutieren die Mitglieder neue Gedichte, dazu wird ein eigener Blog betrieben (http://gdreizehn.com). Nach zahlreichen Lesungen und einem Workshop zur Förderung junger Schreibender folgte 2011 die erste gemeinsame Publikation in der Zeitschrift »Belletristik«. Für mehrere Touren durch den ganzen deutschsprachigen Raum sowie einen Auftritt beim Zeltkunst-Festival entwickelte die Gruppe in Zusammenarbeit mit Regisseur_innen und Musiker_innen Bühnenprogramme, die Lesung und Performance vereinen.

Für das Lektorat wurden renommierte Lyriker gewonnen: Gerhard Falkner, Björn Kuhligk, Andre Rudolph, Ulrike Almut Sandig, Daniela Seel, Lutz Steinbrück, Ulf Stolterfoht, Ron Winkler.

 

Tobias Amslinger/Léonce W. Lupette: Einzimmerspringbrunnenbuch

Gedichte, Notate, Fotografien. Gestaltet von Bettina Knoth.

Das Debut des Duos Tobias Amslinger und Léonce W. Lupette ist eine spritzig verspielte Tour deForce. Basierend auf dem literarischen Blog gleichen Namens, bei dem sich die beiden Autoren seit zwei Jahren mit Gedichten, Kurzprosa, Netz-Fundstücken und Fotos die Bälle zuspielen, hat sich mit diesem Buch ein geschliffenes Kondensat ihrer bisherigen Experimente herauskristallisiert. Es ist ein enzyklopädisch anmutendes Werk fortschreitender Zerstreuung, wie das Internet scheinbar ordnungslos und doch wie ein Flickenteppich aus Sprache eng miteinander verwoben, dabei hoch amüsant, vertrackt, experimentell und zugänglich zugleich.

Norbert Lange: Das Schiefe, das Harte und das Gemalene

gedichte

Norbert Lange legt seinen lange erwarteten, zweiten Gedichtband vor. Es ist der Auftakt zu einem dreibändigen Hypertext.

»[Sein Gedicht] wirkt wie ein Beschwörungsritual, in dem ein Ich allerlei magische Kräfte entbindet, um sich seiner Existenz und seines metaphysischen Standorts zu vergewissern. Norbert Lange sucht den intensiven Austausch mit den Stimmen der poetischen Tradition, mit den poetischen Energien der lyrischen Vorfahren. Daraus entsteht eine gewaltige poetische Reibungshitze.« 

—Michael Braun

 

Andre Rudolph: Confessional Poetry

gedichte

Die zweite Band des mehrfach ausgezeichneten Leipziger Lyrikers Andre Rudolph.

»Eine lyrische Stimme voll abgründiger Leichtigkeit und selbstironischer Verzweiflung. Sie fängt präzise Echos unserer Gegenwart auf, spielt mit ihren technischen Verschaltungen und erzeugt ein ganz und gar heutiges Klangbild. Mit melancholischem Humor und Aberwitz schlagen die Texte den Leser in ihren Bann.« 

[Jury-Begründung zum Lyrikpreis Meran]

 

Volker Sielaff: Selbstporträt mit Zwerg

Gedichte

»Es ist nur dieser kleine Ausschnitt im Hof/ ein Stück Aussicht, die ich habe von meinem/ Fenster..." Volker Sielaff ist ein bescheiden auftretender Dichter der leisen Töne. Dagegen aber steht das ungewöhnlich vielstimmige Konzert der Lobeshymnen, das seinen Debütband »Postkarte für Nofretete« begleitet hat: WELT, SZ, taz, Frankfurter Rundschau, Kritiker von Michael Braun bis Joachim Sartorius – alle feierten einstimmig den Dichter des »Verschwindens im Bild«. In der luxbooks.lyrik erscheint nun der lang erwartete zweite Band des Dresdner Dichters.

Adrian Kasnitz: Schrumpfende Städte

Gedichte

 

Der neue Gedichtband des Kölner Lyrikers und Verlegers Adrian Kasnitz ist eine heimliche Europareise, die besonders durch jene Regionen führt, die die junge Lyrik bisweilen gern ausklammert: die deutsche Provinz. Seine hymnischen Elegien und elegischen Hymnen auf die verlassen welkenden rheinisch-westfälischen Schwerindustriestädte sind in der Gegenwartsdichtung ohne Beispiel. Die aufgerufenen Frauengestalten von Annette von Droste-Hülshoff bis Scarlett Johansson deuten auf das Panorama, das diese Gedichte aufspannen können.

 

Gedichte vom Leben an den Rändern der Zentren

Katharina Schultens: gierstabil

Gedichte

 

»briefe tonbänder schwappend um die/ füße. hier stand er schon einmal &/ war das meer: eine schablone.« Sechs Jahre liegen zwischen Katharina Schultens Debütband und ihrer zweiten Sammlung »gierstabil«. Die mit dem Leonce und Lena Preis 2013 ausgezeichnete Berliner Dichterin ist eine Meisterin der Vermischung naturwissenschaftlicher und biologischer Bildwelten mit sprachreflexiven Gegenwartskontemplationen. Gierstabilität bezeichnet zunächst einmal den Umstand, dass sich ein Fahrzeug ohne weitere Steuerung in der Tendenz geradeaus bewegt. In »gierstabil« bewegt sich die Dichterin durch die Assoziations- und Sprachgebiete der Gegenwart.