Neue Übersetzungen amerikanischer Lyrik
Christine Pfammatter, Norbert Lange, Mathias Traxler und Tobias Amslinger stellen neue Übersetzungen von James Laughlin und Charles Bernstein vor
James Laughlin (* 1914, † 1997) wuchs in Pittsburgh, Pennsylvania, auf und studierte an der Harvard Universität. 1934 reiste er für einen längeren Aufenthalt nach Paris, wo er berühmte Persönlichkeiten wie Gertrude Stein und Alice B. Toklas kennenlernte. 1936 gründete Laughlin seinen eigenen Verlag New Directions, in dem er schon bald Werke namhafter Autoren wie Elizabeth Bishop, Tennessee Williams, Henry Miller und Vladimir Nabokov publizierte. Neben seiner Tätigkeit als Verleger verfasste er auch selbst Lyrik, die er in seinen Gedichtsammlungen wie etwa The House of Light oder The Pig, veröffentlichte. Mit Christine Pfammatters Neuübersetzung im vergangenen Jahr ist James Laughlins dichterisches Werk zu Recht wieder in den Vordergrund gerückt.
Charles Bernstein, geboren 1950 in New York, wird der literarischen Avantgardebewegung der sogenannten Language Poetry zugeordnet. Bernsteins Arbeiten werden häufig durch ihre innovative Sprache als postmodern bezeichnet. Er selbst beschreibt seine Dichtung als Spiel zwischen den Genres und Formgattungen. Bis dato veröffentlichte er mehr als 16 eigenständige Gedichtbände und drei Bücher mit Aufsätzen und Reden. Bernstein lehrte an verschiedenen Universitäten, wie der Columbia, der Brown University und in Princeton. Heute lehrt er an der University of Pennsylvania.
In der Lettrétage haben Interessierte nun die Gelegenheit, spannende Einblicke in die Übersetzungsarbeit zu gewinnen. Die Bernstein-Übersetzer Norbert Lange, Mathias Traxler, Tobias Amslinger und Léonce W. Lupette arbeiten derzeit an einer Übersetzung des Gedichtbandes All the Whiskey in Heaven / Selected Poems und präsentieren exklusiv ihre ersten Ergebnisse - direkt aus der Übersetzungswerkstatt!
