Sylvia Geist

1963 in Berlin geboren, studierte Chemie, Germanistik und Kunstgeschichte. Sie veröffentlichte Gedichtbände und Prosa, zuletzt den Erzählband „Letzte Freunde“ (Luftschacht, 2011), Übersetzungen (zuletzt von Chirikure Chirikure den Gedichtband „Aussicht auf eigene Schatten, Wunderhorn 2011) sowie Herausgaben. Mehrere Auszeichnungen, darunter den Lyrikpreis Meran (2002), ein Aufenthaltsstipendium im Künstlerhaus Edenkoben (2006) und die Adolf-Mejstrik-Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung (2008). Sie lebt in Hannover und Vancouver.

John Ashbery: Ein weltgewandtes Land

Gedichte. Zweisprachig. Übersetzt von deutschen Lyrikern. Mit einem Nachwort von Marjorie Perloff

Der jüngste und 27. Band des derzeit wohl wirkungsmächtigsten US-amerikanischen Lyrikers zeigt den 1927 in Rochester geborenen John Ashbery erneut als den unangefochtenen Meister des doppelbödigen Versteckspiels. Die Bedeutung des schon zu Lebzeiten zur Legende gewordenen New Yorker Weltbürgers ist hierzulande höchstens mit jener Friederike Mayröckers zu vergleichen. Für die Übersetzung wurden viele der wichtigsten deutschen Lyriker und Übersetzer gewonnen.

Peter Gizzi: totsein ist gut in amerika

Ausgewählte Gedichte. Zweisprachig. Aus dem Amerikanischen von Sylvia Geist und Christian Lux. Mit Übersetzungen von Simone Kornappel und Jan Skudlarek

Mehrere Lyriker haben sich daran gemacht, die Gedichte des 1959 in Massachusetts geborenen Peter Gizzi zu übersetzen: Sylvia Geist, Simone Kornappel, Jan Skudlarek und Daniela Seel, die Verlegerin des Kookbooks-Verlags. Herausgekommen ist einer der wichtigsten Werküberblicke in der americana. Gizzi zählt mit D.A. Powell zu den angesehensten Vertretern der jüngeren US-Lyrik. Als seine wichtigsten Einflüsse nennt er H.D., William Carlos Williams und George Oppen sowie die Gedichtbände der Burning Deck Press, dem einflussreichen Kleinverlag von Rosemarie und Keith Waldrop. 1994 wurde er von John Ashbery mit dem Lavan Younger Poets Award ausgezeichnet.

Der Band versammelt Gedichte aus allen bisher veröffentlichten Bänden Gizzis und ist illustriert mit Gemälden des Malers Robert Seydel. Das Nachwort von Marjorie Perloff verortet Gizzis Werk auf der Landkarte der US-amerikanischen Lyrik.