Annette Kühn
Geboren 1981 in Frankfurt am Main, aufgewachsen in Wiesbaden. Studium der Buchwissenschaft und Literaturwissenschaft in Mainz. Mehrere Jahre Arbeit als Buchhändlerin. Freie Mitarbeit für den Suhrkamp Verlag bis Ende 2009. Seit Mai 2010 arbeitet sie für die Buchmesse Frankfurt. Gemeinsam mit Christian Lux Gründung des luxbooks Verlags 2008.
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Sarah Manguso: Zwei Arten von VerfallBiographischer Roman. Übersetzt von Annette Kühn & Ron WinklerEine Geschichte über eine tückische Autoimmunkrankheit, ein Jahrzehnt von wiederkehrender Paralyse, kollabierten Venen, Halskathetern, dem Tod von Freunden und Fremden, Depression und Abhängigkeit und somit von abgedroschenen Metaphern für lange Krankheit. Könnte man denken. Doch entgegen den Klischees macht die Krankheit die Autorin nicht zu einem besseren Menschen. Vielleicht zu einem mit größerem Introspektionsvermögen. Eine nüchterne, präzise Sprache von lyrischer Intensität und eine schonungslose Offenheit gegenüber der eigenen Egozentrik machen diese Krankengeschichte eben nicht zu einem der zahlreichen Schicksalsberichte, sondern zu einer Auseinandersetzung mit Krankheit im Kontext der postmodernen amerikanischen Gesellschaft, in der die Erkrankte erwachsen wird. |
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H.D.: MeeresGartenGedichte. Zweisprachig. Übersetzt von Annette Kühn. Mit einem Nachwort von Dietmar Dath. Illustriert von Martina HoffmannDer Debütband Hilda Doolittles gehört zu den wichtigsten Zeugnissen der Moderne und ist zugleich einer der schönsten Gedichtzyklen über das Meer und vor allem über die Blumen in der Nähe der Ozeane überhaupt. Es sind die für den Imagismus so wichtigen Einflüsse aus Dichtung und Kunst des alten Japans mit seinem traditionellen Understatement, die den Gedichten Doolittles ihre puristische Schönheit verleihen. In der stillen Betrachtung der windgeschüttelten und salzverkrusteten Blumen vollzieht H.D. die lyrischen Transformationen, die ihre Dichtung zu einer so wichtigen Bezugsquelle für die moderne englischsprachige Dichtung machen. |
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Barbara Guest: Fallschirme, GeliebterAusgewählte Gedichte. Zweisprachig. Übersetzt von Johannes Beilharz. Mit einem Nachwort von Peter Gizzi & Kohlezeichnungen von Annette Kühn.Sie war die unbekannte Fünfte im Bunde: Barbara Guest (1920-2006). Die große amerikanische Dichterin, die viele Jahre nahezu in Vergessenheit geraten war & stets im Schatten jener legendären anderen Vertreter der New York School – John Ashbery, Kenneth Koch, Frank O’Hara & James Schuyler – stand, sie hat in den letzten zehn Jahren eine überfällige Renaissance erlebt. Den Dichtern der Language-School wie auch vielen jüngeren amerikanischen Dichtern gilt sie als Ikone und ewiger Geheimtipp. |
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Matthea Harvey / Elisabeth Zechel: Der kleine General und die riesenhafte SchneeflockeEin Graphikbuch für Kleine und Große. Texte von Matthea Harvey, Zeichnungen von Elisabeth ZechelWillkommen in einer Welt, in der Realisten und Träumer einen Krieg gegeneinander führen, einer Welt, in der riesige Schneeflocken über dem erscheinen, der seine Phantasie nicht benutzt. Willkommen beim kleinen General, der so geordnet lebt, dass er Schuhe für bestimmte Tage hat und ein Lieblingsbuch mit dem Titel »So, Sie wollen also Ihren Dachboden alphabetisch sortieren?«. Machen Sie Bekanntschaft mit Lieutenant Lyle, einem Realisten, der von plötzlichen Stimmungsschwankungen befallen ist, und Seargant Samantha, einer sehr großen Frau, die einen sehr kleinen Mann sehr mag... |
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Amy Lowell: Verwundertes GlimmenAusgewählte Gedichte. Zweisprachig. Aus dem Amerikanischen von Annette Kühn. Mit Materialien, einem Nachwort & Illustrationen.Die Grande Dame der amerikanischen Lyrik, der 1926 posthum der Pulitzerpreis zuerkannt wurde, muss hierzulande erst noch entdeckt werden. Nach einer Europareise 1902 schrieb sie ihre ersten Gedichte und konnte diese ab 1910 im »Atlantic Monthly« veröffentlichen. Amy Lowells Lyrik war anfänglich stark von den englischen Romantikern, insbesondere John Keats beeinflusst. 1912 eröffnete ihr die Lektüre der amerikanischen Imagisten neue Richtungen für ihre Arbeit. Zeitgleich erschien ihr erster eigener Gedichtband »A dome of Many-Coloured Glass«. |
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John Updike: AmericanaReisegedichte. Zweisprachig. Übersetzt von Christian Lux. Mit Illustrationen von Annette Kühn.Reisebilder, Flughafengedichte, satirisch-melancholische Kleinode hat der große Romancier John Updike (1932-2009) in seiner Gedicht-Sammlung »Americana« von 2001 versammelt. Updike hat mit diesen Gedichten ein letztes grosses Bild der USA unmittelbar vor dem 11. September, vor George. W. Bush, vor New Orleans gezeichnet. Und doch sind die Einblicke in die amerikanischen Kleinstadtwelten, auf die Metropolen, auf die Flughäfen des Landes zeitlos – mögen sich die Sicherheitsvorkehrungen an den Flughäfen verschärft haben, mag das politische Klima unerträglich aufgeheizt sein: es lohnt, in diese Gedichte einzutauchen. |
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Andre Rudolph: Fluglärm über den Palästen unsrer RestinnerlichkeitGedichte. Mit Illustrationen von Annette KühnDer lange erwartete Debütband Andre Rudolphs (Prosanova Preisträger 2008) eröffnet die Reihe junger deutscher Lyrik bei luxbooks. Was in diesen Versen geschieht, ist unerhört: Beunruhigend, aufstörend schön und bisweilen komisch. Dazwischen immer wieder ein verwegener Mut zum dichterischen Risiko: Da gibt es Schmetterlingssägen und Buntmetallglück neben aufmerksamkeitsdefizitären Landschaften und eben Fluglärm über den Palästen unsrer Restinnerlichkeit. |







