luxbooks.americana

Die Reihe präsentiert Werke der US-amerikanische Lyrik des 20. und 21. Jahrhunderts. Als Beraterin konnte die einflussreiche Kritikerin und emeritierte Literaturprofessorin der Stanford University, Marjorie Perloff, gewonnen werden. Die luxbooks.americana verfolgt verschiedene Strömungen, stellt bekannte und unbekannte Größen der US-Lyrik vor, schließt historische Lücken und präsentiert dabei konsequent auch die jüngsten Tendenzen.Die Editionen der luxbooks.americana sind stets zweisprachig und teilweise mit einführenden Nachworten versehen. Vielfach werden die Bände von deutschen Lyrikern wie Ron Winkler, JanWagner, Jan Volker Röhnert und Matthias Göritz übersetzt. Alle Bände sind von internationalen Künstlern und Illustratoren aufwendig illustriert.

John Ashbery: Ein weltgewandtes Land

Gedichte. Zweisprachig. Übersetzt von deutschen Lyrikern. Mit einem Nachwort von Marjorie Perloff

Der jüngste und 27. Band des derzeit wohl wirkungsmächtigsten US-amerikanischen Lyrikers zeigt den 1927 in Rochester geborenen John Ashbery erneut als den unangefochtenen Meister des doppelbödigen Versteckspiels. Die Bedeutung des schon zu Lebzeiten zur Legende gewordenen New Yorker Weltbürgers ist hierzulande höchstens mit jener Friederike Mayröckers zu vergleichen. Für die Übersetzung wurden viele der wichtigsten deutschen Lyriker und Übersetzer gewonnen.

Ben Lerner: Die Lichtenbergfiguren

Gedichte. Zweisprachig. Übersetzt von Steffen Popp. Mit einem Nachwort von Matthias Göritz

Ben Lerners Lichtenbergfiguren sind eine unkonventionelle Sonett-Sammlung, die sich den Beziehungen zwischen Sprache und Erinnerung, zwischen der strukturierenden Form und entfesselter Gewalt widmet. Das Buch entlehnt seinen Titel den von Georg Christoph Lichtenberg entdeckten hochästhetischen farnartigen Mustern, die im Staub auf der Oberfläche einer geladenen Isolator-Platte entstehen. Es ist das gleiche Prinzip, das auch der Fotografie zugrunde liegt.

Amy Lowell: Verwundertes Glimmen

Ausgewählte Gedichte. Zweisprachig. Aus dem Amerikanischen von Annette Kühn. Mit Materialien, einem Nachwort & Illustrationen.

Die Grande Dame der amerikanischen Lyrik, der 1926 posthum der Pulitzerpreis zuerkannt wurde, muss hierzulande erst noch entdeckt werden. Nach einer Europareise 1902 schrieb sie ihre ersten Gedichte und konnte diese ab 1910 im »Atlantic Monthly« veröffentlichen. Amy Lowells Lyrik war anfänglich stark von den englischen  Romantikern, insbesondere John Keats beeinflusst. 1912 eröffnete ihr die Lektüre der amerikanischen Imagisten neue Richtungen für ihre Arbeit. Zeitgleich erschien ihr erster eigener Gedichtband »A dome of Many-Coloured Glass«.

Sarah Manguso: Komm her, O Klarheit

Ausgewählte Gedichte. Zweisprachig. Aus dem Amerikanischen von Ron Winkler. Mit Illustrationen von Jessica Findley.

Die Gedichte der Joseph Brodsky Rome-Preisträgerin 2008 sind funkensprühende Essays, in denen sich in der Tradition Ralph Waldo Emersons eine selbstsichere mit einer zweifelnden Stimme abwechselt. Diese mäandernde Stimme ist eine tief mit der Wahrheit verwurzelte Lügnerin. Mangusos Gedichte sind semantische Flunkereien, die mit simplen, doch stets sogkräftigen Sätzen eröffnen, um dann mit furiosen Winkelzügen die Logik in doppelbödige Argumentationen zu entführen, in denen die ständig sich verändernde Wahrheit als reißender Strom von Gedanken für die Dauer des Gedichts eingefangen zu sein scheint.

Jeni Olin (Truckdarling): Ich habe Angst um meinen Hedgefonds

Ausgewählte Gedichte. Zweisprachig. Aus dem Amerikanischen von Peter Rehberg. Mit Illustrationen.

Die Lyrikerin Jeni Olin gehört in jene Linie amerikanischer Lyrik, die Stimmen wie John Ashbery, Frank O’Hara, Ted Berrigan und Alice Notley hervorgebracht hat. Man könnte sie auch eine Dichterin der New York School dritter Generation nennen, allein ist doch schon die erste Generation so disparat, dass das Etikett wenig mehr aussagt als das Schreiben mehr oder weniger freier Verse mit popkulturellen Bezügen & ironischer Note in New York. Näher kommt man Jeni Olins Werk wohl eher, wenn man sie als popmodernen Wiedergänger des Flaneurs begreift.

D. A. Powell: Cocktails

Ausgewählte Gedichte. Zweisprachig. Übersetzt von Christian Lux. Mit einem Nachwort von Kevin Prufer & Illustrationen von Mahendra Singh.

D. A. Powells Dichtung ist in vielerlei Hinsicht bemerkenswert. Kein anderer Dichter seiner Generation vermag es gleichzeitig regelmäßig auf den Seiten der altehrwürdigen etablierten Zeitschriften wie auch in den sprachexperimentellen Magazinen der Language Poetry zu erscheinen & dabei obendrein Anhänger in der Slam Poetry um sich zu scharen. Und immer wieder findet sich der Vergleich mit e.e. cummings. Schonungslos & mit unbestechlichem Auge findet powell den Stoff für seine Gedichte in den Begleiterscheinungen seiner unheilbaren Erkrankung.

John Updike: Americana

Reisegedichte. Zweisprachig. Übersetzt von Christian Lux. Mit Illustrationen von Annette Kühn.

Reisebilder, Flughafengedichte, satirisch-melancholische Kleinode hat der große Romancier John Updike (1932-2009) in seiner Gedicht-Sammlung »Americana« von 2001 versammelt. Updike hat mit diesen Gedichten ein letztes grosses Bild der USA unmittelbar vor dem 11. September, vor George. W. Bush, vor New Orleans gezeichnet. Und doch sind die Einblicke in die amerikanischen Kleinstadtwelten, auf die Metropolen, auf die Flughäfen des Landes zeitlos – mögen sich die Sicherheitsvorkehrungen an den Flughäfen verschärft haben, mag das politische Klima unerträglich aufgeheizt sein: es lohnt, in diese Gedichte einzutauchen.

Matthew Zapruder: Glühend

Ausgewählte Gedichte. Zweisprachig. Übersetzt von Ron Winkler. Illustriert von Chris Uphues

Mit einem freundlichen Augenzwinkern durchstreift Matthew Zapruder eine durch die Grausamkeit der Conditio Humana häufig trostlos wirkende Welt. Seine Gedichte sind nie statisch, sie sind auf dem Weg »fortwohin«: sie sind energetisch und neugierig und wissen doch stets um die Abgründe das Daseins. »Mit Chaplin-esker Eleganz wird der Einfallsreichtum dieser düsteren wie gewandten Gedichte mit einem Sinn um die Schicksalshaftigkeit des Seins ausbalanciert. Matthew Zapruder ist ein gefährlicher Lyriker; seine Gedichte verwickeln uns in Aufbrüche und atemberaubend schnelle Fluchtszenarien, während sie das Elend der Schwerkraft vor Augen führen.« (Dean Young).

Kevin Prufer: Wir wollten Amerika finden

Ausgewählte Gedichte. Zweisprachig. Aus dem Amerikanischen von Norbert Lange und Susanna Mewe

 

»Mein Imperium fiel wie ein Blutstropfen ins Gras.« Kevin Prufers Gedichte sind Expeditionsunternehmen in ein zerrissenes, um seine Träume und Selbstbilder gebrachtes Amerika. Sein Thema sind Zusammenbrüche und Unfälle von Autos wie Staaten. Sein Amerika ist eine Landschaft in der Notaufnahme, »Schnee« liegt wie »kleine Beruhigungsmittelchen im Garten verstreut«, seine Mitbürger begegnen ihm als schlaflose Pilger zwischen Einkaufszentren, Zerstreuung und Kriegsberichterstattung. Kevin Prufer hat das politische Gedicht für die Popmoderne reaktiviert und schafft es dennoch in diesem Waste Land des ersten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts die eigentliche Poesie des Menschseins zu feiern. Der Band ist in enger Zusammenarbeit mit Kevin Prufer von Susanna Mewe und Norbert Lange übersetzt worden.

 

Gedichte vom Untergang einer Weltmacht

Jennifer L. Knox: Wir fürchten uns

Ausgewählte und neue Gedichte. Zweisprachig. Aus dem Amerikanischen von Christian Lux und Ron Winkler. Mit farbigen Fotografien von Jeremy Hinsdale

Die Lyrik der Jennifer L. Knox gehört zu dem frechsten und ungewöhnlichsten, was die jüngste zeitgenössische Lyrik der USA zu bieten hat. In ihren Gedichten schlüpft sie in unzählige Rollen, schlägt dabei Kapriolen von der Post- zur Popmoderne und verbrüdert sich im Geiste mit Frank O’Hara, Pop-Kultur, Spätwestern und Derrida. Nebenbei und von leichter Hand sind diese Gedichte obendrein zutiefst tragikomisch mit einem leichten Hang zum Absurden. Ihre Gedichte erscheinen in der wichtigen jährlich herausgegeben Blütenlese amerikanischer Lyrik The Best American Poetry, sowie in The Iowa Review, Ploughshares und Verse.