Dan Chiasson
Naturgeschichte. Ausgewählte Gedichte. luxbooks.americana


Dan Chiasson gehört zu den angesehensten Lyrikern seiner Generation. Er ist der jüngste Dichter, der regelmäßig im altehrwürdigen New Yorker Gedichte veröffentlicht. In seinen Versen präsentiert er eine ungeheure Spannweite: von Horaz bis eBay, von der Naturgeschichte Plinius’ bis zu postmodernen Vexierspielchen des Ichs reicht die Klaviatur, die Chiasson unaufgeregt und überaus gekonnt anspielt. Er versteht es, Gegensätze in Ton und Bildern zu aufregenden Einheiten verschmelzen zu lassen und dabei munter die Grenzen der historischen Zeit zu verwischen. Zu seinen Förderern gehören John Ashbery wie auch Frank Bidart und Edward Hirsch. Übersetzt wurde der Band von Jan Wagner, dem deutschen »Poeta Doctus seiner Generation«, so die ZEIT. Die Illustrationen stammen von Jeremy Traum, dessen Arbeiten u. a. im New Yorker, in der New York Times und im Wall Street Journal erscheinen.



Dan Chiasson
»Naturgeschichte«
Ausgewählte Gedichte. Zweisprachig.
Aus dem Amerikanischen von Jan Wagner
Mit farbigen Illustrationen von Jeremy Traum.
110 S. Paperback. € 18,50
luxbooks.americana
ISBN: 978-3-939557-22-7


Autorenseite: Dan Chiasson
Autorenseite: Jan Wagner
Autorenseite: Jeremy Traum


Stimmen

»Wie Emersons »durchsichtiger Augapfel« oder der Plinius ist der Blick Dan Chiassons neugierig, freundlich und ohne Anmaßung allumfassend. Seine Gedankengänge sind geschmeidig und tiefgründig und er ist zu plötzlichen Sinn-Crescendos in der Lage, die in ihrer Intensität herzzerreißend sind.« – John Ashbery

Chiasson’s Gedichte sind nachsintflutlich, nach dem Abfl ießen der Flut der Weltkultur bleiben Versatzstücke der Klassiker – Horaz, Plinius und kreuz und quer Randall Jarrell, George Herbert und Maxim Gorky. Eine eigentümliche postmoderne Landschaft in der enzyklopädische Listen zwischen populären Wissen und Aberglauben in seltsam bewegende Litaneien arrangiert werden, durch die sich Ungetüme schieben als wären sie Wallace Stevens und sprechen wie... wie Dan Chiasson. – Kay Ryan, New York Times
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Gastauftritte

Ostragehege 53, Vier Gedichte
ZEIT, 27. August 2009, 1 Gedicht

Rezensionen

Tobias Döring in der FAZ vom 10.08.2009: "... Solche Verse sind kennzeichnend für die souveräne Art, mit der dieser amerikanische Lyriker, Jahrgang 1971, seine Texte in die Tradition der Literaturgeschichte einreiht und selbstbewusst den Dialog mit großen Tieren führt. Hierbei stehen ihm Horaz und seine säkularen Hymnen ebenso zum An- und Abspiel zur Verfügung wie Zikadenlaute oder Schlagerzeilen unserer Alltagswelt. Die zweisprachige Auswahl aus Chiassons ersten beiden Bänden von 2002 und 2005 bietet nun gute Gelegenheit, in der subtilen Nachdichtung Jan Wagners und der illustrierten Aufmachung der schönen Reihe luxbooks die Gedichte aus ihrer Nische herauszuholen und wie den zitierten Elefanten in ganzer Größe wahrzunehmen."
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